
Schon die im Harz ansässigen Germanenstämme versuchten sich durch primitive Wallanlagen gegen Feinde zu schützen. Die Einrichtung von Pfalzen durch die ersten deutschen Könige und Kaiser führte zum Bau von Burgen, die zum Schutz der Pfalzen dienen sollten. Ab dem 10. Jahrhundert begann eine rege Burgenbautätigkeit im Harz. Im Laufe der Geschichte und vieler blutiger Auseinandersetzungen wechselten viele Burgen ihren Besitzer, wurden zerstört und wiederaufgebaut. In den Wirren des dreißigjährigen Krieges zerstörten durchziehende Heerhaufen die letzten wehrhaften Burgbauten im Harz.
Der dicke Zwinger wurde zur Stärkung der Stadtbefestigung Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut. Er zählt zu den stärksten Festungstürmen Europas. Die Maße des ehemaligen Festungsturmes haben einem Durchmesser von 24m und mit 6,5m starke Mauern. Zu sehen gibt es Rüstungen, Waffen und Foltergeräte. Besucher haben die Möglichkeit, den Ritterschlag und die Ernennung zur Burggräfin/Burggrafen vollziehen zu lassen.
Die 1115 erbaute Burguine Falkenstein liegt zwischen Meisdorf und Pansfelde auf einem Felsen hoch über dem Selketal. Die liebevoll wieder aufgebaute Burg ist heute eine der am besten erhaltenen Burgen im Harz. In der Burg finden Sie ein umfangreiches Museum in dem Sie mittelalterliche Möbel, Kunstgegenstände, Jagdgeräte und Waffen besichtigen können. Empfehlenswert ist die historische Burgküche und die Burggaststätte. Auf der Burg Falkenstein finden Sie einen Falkenhof, welcher zahlreiche einheimische Greifvogelarten beherbergt. In der warmen Jahreszeit finden täglich (außer montags) Flugvorführungen mit diesen Tieren statt.
Zur DDR-Zeiten diente die Burg als Kulisse in zahlreichen Märchenfilmen der damaligen Filmgesellschaft DEFA.
Die Burg Anhalt befindet sich auf dem Großen Hausberg - etwa 150 Meter über dem Selketal. Von dieser Burg leitet sich ein Teil des Namens des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt ab. Im Jahre 1822 ließ der Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg den Brunnen ausgraben und restaurieren. Weitere Restaurierungsarbeiten an der Burgruine erfolgten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Heute kann man u.a. die Ruine des Bergfrieds, Gebäudereste aus gemauertem Backstein, Teile der Burgkapelle und den Ringgraben besichtigen.
Die Anfang des 20. Jahrhunderts auf alten Fundamenten neu errichtete Roseburg liegt an der Landstraße zwischen Gernrode und Ballenstedt. Burg ist mit Türmen, Zinnen, Wehrgang und Zugbrücke sehr verspielt gestaltet. Als Besucher der Roseburg können auch Sie noch heute dieses einmalige Ambiente genießen. Sehenswert ist auch der weiträumige Park mit Wasserspielen, Balustraden und Aussichtstürmen von denen man einen herrlichen Ausblick in das nördliche Harzvorland genießen kann. In der Burg befindet sich ein kleines Cafe.
Die Burg Hohenstein wird in der Zwiefalter Chronik erstmals um 1100 erwähnt. Die Hohensteiner waren reiche Adlige im Hochmittelalter. Von der Burg aus wurde verwaltet, regiert, Steuern erhoben und Recht gesprochen. Heute steht die Burgruine wie ein verwunschenes Schloss zwischen mossüberwachsenen Felsbrocken und knorrigen Bäumen im Wald bei Oberstetten. Die besondere Atmosphäre dieses Areals ist wie geschaffen für Lesungen sowie Musik- und Theatervorführungen, die hier regelmäßig stattfinden.
Die Burgruine Regenstein befindet sich nordwestlich von Blankenburg auf einem hohen Felsen. Die Burg wurde seinerzeit fast vollständig aus dem Fels herausgearbeitet. Anfangs war die Burg Sitz der Grafen von Regenstein, welche allerdings bereits im 14. Jahrhundert in die Stadt Blankenburg übersiedelten. Der Verfall der Burg wurde damit eingeleitet. In das gesamte Umland der Ruine ist ein schöner Ausblick zu genießen.
Die Burgurine Scharzfeld ist eine mittelalterliche Befestigungsanlage, die sich auf einem hohen Felsen über dem Herzberger Ortsteil Scharzfeld erhebt. Teile der Burg wurden direkt aus dem Felsen herausgearbeitet. Die Ruine mit dem auf der Südseite gelegenen Gasthaus ist ein sehr beliebtes, überregionales Ausflugsziel und prächtiger Aussichtspunkt. Die bekletterten Felswände befinden sich auf der Nordseite des Burgfelsens.
Die Ruine der "Alten Burg" befindet sich am Rande der Altstadt von Osterode auf einem Bergsporn zwischen den Tälern der Söse und Lerbachs. Die Alte Burg diente als einst Schutzburg für die Harzstraße und den Söseübergang. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts wurde Sie nicht mehr genutzt. Ihre Steine dienten als Baumaterial für zahlreiche Gebäude in der Stadt Osterode. Heute sind noch ein imposanter Rest des 34 Meter hohen Bergfrieds sowie einige Mauern und Pfeiler von anderen Gebäuden der Burg erhalten. Bei Sanierungsarbeiten von 1995 bis 1997 erhielt die Ruine eine deutlich sichtbare Schutzhaube aus Gipsbeton.
Die wohl auffälligste und bekannteste geologische Sehenwürdigkeit Blankenburgs ist der seit jeher bewunderte, als "Heidelberg" bezeichnete Abschnitt der Teufelsmauer. Der Sandstein des Naturdenkmals Teufelsmauer entstand vor ca. 85 Millionen .Von dem im Jahre 1853 geschaffenen Weg direkt auf dem Kamm der Teufelsmauer bieten sich herrliche Blickbeziehungen in alle Richtungen, auf den Harzrand und auch über dessen nördliches Vorland. Der Weg verbindet den als Aussichtspunkt für Blankenburg erschlossenen bizarren Großvaterfelsen mit dem Hamburger Wappen bei Timmenrode.